Unsere Crew
Wir sind ein bunter Haufen, der auf bestem Weg ist, den Traum von einem selbstorganisierten, gemeinschaftlichen und ökologischen Haus mitten in Hamburg-Wilhelmsburg zu verwirklichen. Dabei arbeiten wir mit dem Grundstückseigner Konrad Grevenkamp zusammen und werden ein Teil des Mietshäuser Syndikats.
Wir, das sind 45 Erwachsene und mittlerweile 14 Kinder aus unterschiedlichen Hintergründen. Uns ist es wichtig, einen Raum zu schaffen für einen Austausch über Herkunft, Generationen und Sozialisation hinweg. Wir möchten selbstbestimmt, dauerhaft bezahlbar und vor Allem in guter Gemeinschaft leben – sowohl in unserem Projekt, als auch im Stadtteil.
So eine große Gruppe muss gut strukturiert und organisiert sein. Wir haben dafür die Form des Plenums gewählt, in dem wir uns - je nach anstehenden Arbeiten - mal einwöchig, mal zweiwöchig treffen, darin Ergebnisse aus unseren kleineren Arbeitsgruppen zu bestimmten Arbeitsfeldern zusammentragen, Fragliches diskutieren und schließlich Entscheidungen fällen. Wir versuchen, in unseren Beschlüssen stets einen Konsens zu finden, um niemanden mit ihren oder seinen Bedenken zurückzulassen.
Unsere Kompliz:innen
Bei Planung und Umsetzung betreut uns Stattbau Hamburg, die schon zahlreiche Wohnprojekte realisiert haben. Stattbau Hamburg beschäftigt sich seit 1985 mit den Themen gemeinschaftliches Bauen und Wohnen sowie soziale Stadtentwicklung in Hamburg.
Das Haus wird uns zur Hälfte gehören. Die andere Hälfte wird von Konrad Grevenkamp an uns vermietet – zu langfristig festgelegten Konditionen.
Wir werden Teil des Mietshäuser Syndikats. Das Vereinsstatut des Syndikats von 1992 benennt als Ziel,
„die Entstehung neuer selbstorganisierter Hausprojekte zu unterstützen und politisch durchzusetzen: Menschenwürdiger Wohnraum, das Dach überm Kopf für alle.“
Das Mietshäuser Syndikat ist ein Zusammenschluss aus über 160 selbstorganisierten Hausprojekten mit dem Ziel, gemeinschaftlich Immobilien zu erwerben, um sie in Kollektiveigentum umzuwandeln und schließlich langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Besonderheit bei der Zusammenarbeit mit dem MHS liegt darin, dass in bestimmten Entscheidungen wie Hausverkauf, Umwandlung in Eigentumswohnungen oder ähnlichen Zugriffen auf das Immobilienvermögen das MHS ein Stimmrecht hat - und zwar genau eine Stimme. Die andere Stimme hat der jeweilige Hausverein. So ist es möglich abzusichern, dass Wohneigentum aus diesem Zusammenschluss nicht wieder verkauft wird. Das MHS unterstützt uns bei der Entwicklung und Umsetzung des Finanzierungskonzepts.
Dadurch, dass auch unser Projekt zu einem Teil des MHS wird, ist der von uns geschaffene Wohnraum langfristig vor Immobilienspekulationen geschützt - für alle Menschen, die Teil unseres Projekts sind und sein werden.
Um insbesondere in der Anfangsphase mit Finanzen, Buchhaltung und Verwaltung nicht allein zu sein, werden wir von der Verwaltungsdienstleistung P 99 unterstützt. Der Schwerpunkt von P 99 liegt darauf, Projekten in diesen Bereichen der Selbstverwaltung eine Starthilfe zu geben. Als Verwaltungsdienstleisterin kümmert sich P 99 bereits seit über 20 Jahren um die Belange von Wohnprojekten und Genossenschaften und stellt uns damit einen großen Erfahrungsschatz zur Verfügung, aus dem wir schöpfen können.
Das Haus
Unser Haus wird dem Energiestandard KfW 55 (55% Primär-Energiebedarf, 70% Transmissionswärmeverlust im Vergleich zu Referenzgebäuden der Energieeinsparverordnung EnEV) entsprechen, da uns energieeffizientes und nachhaltiges Wohnen wichtig ist. Auf dem Dach planen wir eine 29 kW PV-Anlage mit der regenerative Energie für das Haus gewonnen werden kann. Eine 55kW Wärmepumpe sorgt für die nötige Heizung und Warmwasser, die mit 100% Ökostrom betrieben werden wirs.